Sergio Alexandre De Silva

Sergio Alexandre De Silva wurde 1990 in der Diözese Natale, Brasilien, als 14. Kind seiner Familie geboren. Sein Vater hatte Lungenkrebs, seine Mutter war Analphabetin. Doch sie besaß die wichtigste Bildung: die des Herzens. Liebevoll kümmerte sie sich um ihren Mann und ihre Kinder. Als Bettlägeriger konnte Sergios Vater nicht mehr arbeiten. Seine Mutter verzichtete tagsüber oft auf das Essen, damit ihr Mann und die Kinder etwas hatten. Jeden Tag las der Vater aus dem Evangelium vor und betonte, dass sie Glauben haben und der Muttergottes vertrauen müssen, die sie nie im Stich lässt. So konnten sie sogar Weihnachten feiern, ohne etwas zu Essen zu haben. Wenn es einmal etwas Brot gab, war das schon ein Fest. Gott sorgte für sie.

Als Achtjähriger erlebte Sergio in der Kirche, wie ein Priester zum Altar schritt und dabei auf ihn wie ein Engel wirkte. Das traf ihn mitten ins Herz. Er lernte ihn näher kennen. Die Art, wie er vom Himmel sprach und wie er sich für die Menschen einsetzte, führte dazu, dass Sergio sich in die Kirche verliebte und so werden wollte, wie dieser Gottesmann. Im Alter von 19 Jahren trat Sergio in das Seminar seiner Diözese ein und studierte Philosophie, später Theologie.

Die 65 Gemeinden in seiner Pfarrei werden von zwei Priestern betreut. Jeder von ihnen liest am Sonntag acht Heilige Messen; die anderen Gemeinden feiern einen Wortgottesdienst. Das Leben aus den Sakramenten ist in Brasilien sehr lebendig. Da die Priester nicht alle Beichten selbst abnehmen können, bitten sie Priester aus der Hauptstadt des Bundesstaats, zu helfen.

Sein Bischof möchte Sergio als Ausbilder im Seminar einsetzen und schickte ihn daher zum Studium nach Rom. Dank einiger Wohltäter führt er hier seine Studien fort. Er brennt dafür, Trost und Hoffnung zu den Jugendlichen in den sozialen Brennpunkten zu bringen, wo Kriminalität und Drogenhandel blühen. Vor kurzem erfuhr er, dass sein Freund aus Kindertagen im Alter von nur 17 Jahren getötet wurde: Er konnte seine Drogen nicht bezahlen.

Erzbischof Georg Gänswein sprach in seiner Antrittsrede als Schirmherr unseres Hilfswerks davon, dass gute Priesterausbildung ein Standbein und ein Spielbein benötige. Ihr Gebet kräftigt das Standbein, Ihre materielle Hilfe bringt das Spielbein in Bewegung. Bitte helfen Sie Seminaristen wie Sergio, ihr Studium abzuschließen! Durch Ihr Gebet und Ihr großherziges Fastenopfer wird er seinen Dienst schon bald antreten und junge Männer im heimischen Priesterseminar fundiert ausbilden können.

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